Skip to main content

Knopf- oder Tastenakkordeon: Die richtige Wahl für Einsteiger

Mann spielt auch Tastenakkordeon oder Knopfakkordeon.

Die Debatten rund um das Thema, ob Knopf- oder Tastenakkordeons besser für Einsteiger geeignet sind, gibt es schon ewig. Eine Reihe von Leuten bevorzugen die modernen Pianoakkordeons, während andere wiederum Buttonakkordeons präferieren.

Die Diskussionen kommen letztendlich immer wieder darauf zurück, dass unterschiedliche Musiker verschiedene Akkordeons bevorzugen. Lassen wir uns deshalb zuerst einen Blick auf die Unterschiede zwischen Button- und Pianoakkordeons werfen.

Die Unterschiede zwischen Knopf- und Tastenakkordeons

Die wesentliche Differenzen zwischen den beiden Akkordeon Arten sind folgende:

  1. Bei einem Klavierakkordeon repräsentiert jede Tase genaue eine einzige Note. Die einzelnen Tasten sind genau wie auf einem Klavier in Halbtonschritten angeordnet. Der Spieler muss also bei für einige Halbtonschritte nach oben an die schwarzen Tasten gehen. Bei einem Knopfakkordeon sind die Knöpfe hingegen einheitlich angeordnet.
  2. Mit einem Knopfakkordeon können zwei verschiedene Akkorde mit dem gleichen Griffmuster gespielt werden. Bei einem Tastenakkordeon müssen die Akkorde mit derselben Technik wie bei einem Piano gespielt werden. Es ist daher einfacher, dass Akkordeonspielen mit einem Knopfakkordeon zu lernen. Wer allerdings bereits Klavierspielen kann, kommt schneller mit einem Pianoakkordeon zurecht.
  3. Tastenakkordeons können nicht mehr als 45 Noten spielen. Knopfakkordeons haben hingegen bis zu 64 verschiedene Noten.
  4. Bei einem Knopfakkordeon ist es einfacher Noten zu spielen, die weit auseinander liegen. Die Chance versehentlich einen falschen Ton zu erwischen ist deutlich geringer als bei Tastenakkordeons. Gerade ungeübten Spielern fällt es hier schwierig, blind die richtige weiße Taste zu spielen. Für das Spielen eines Pianoakkordeons braucht es daher viel Übung und Genauigkeit.
  5. Klavierakkordeons sind in der Regel größer als Knopfakkordeons. Zudem ragt die Tastatur bei Klavierakkordeons etwas heraus, bei den Modellen mit Knöpfen ist das nicht der Fall. Die geringe Größe der Knopfakkordeons hat allerdings keinen Einfluss auf den Tonumfang.
  6. Bei Pianoakkordeons ist die Transposition nicht ganz einfach. Schwierig wird es vor allem, wenn ein begleiteter Sänger bestimmte Tonhöhen nicht singen kann. Die parallelen Reihen der Knöpfe bei Buttonakkordeons machen Änderungen der Tonhöhe einfach, weil die gleichen Griffmuster beibehalten werden können.
  7. Bei Pianoakkordeons können alle Tasten gespielt werden. Einige Knopfakkordeons haben hingegen funktionslose Knöpfe, die nur der Dekoration dienen.
  8. Die Größe der Tasten bei Pianoakkordeons macht es den Spielern einfach, diese vollständig zu erwischen. Bei Knopfakkordeons müssen hingegen die Finger und das Handgelenkt etwas verdreht werden, um die jeweiligen Buttons zu drücken.

Wer sollte ein Tastenakkordeon kaufen?

Für Klavierspieler und jeden, der nur ein wenig Erfahrung mit dem Piano hat, ist ein Tastenakkordeon die offensichtliche Wahl. Als Klavierspieler will man schließlich nicht bei Null mit einem Knopfakkordeon anfangen. Heutzutage sind Tastenakkordeons zudem wesentlich populärer als Tastenakkordeons. Das führt dazu, dass Akkordeon-Unterricht fast ausschließlich für diesen Akkordeon Typ verfügbar ist.

Wir meinen zwar, dass Einsteiger keine gebrauchten Akkordeons kaufen sollten, aber es gibt wesentlich mehr Second-Hand Tastenakkordeons im Fachhandel und auf Online-Marktplätzen zu finden als das bei Knopfakkordeons der Fall ist. Der Vorteil ist natürlich auch, dass es einfacher ist, ein gebrauchtes Pianoakkordeon wieder zu verkaufen.

Die standardisierte Tastatur bei Pianoakkordeons ist ein großer Vorteil. Zwei verschiedene Systeme („B“ und „C“) wie bei Knopfakkordeons gibt es beim Tastenakkordeon nicht.

Wer sollte ein Knopfakkordeon kaufen?

Für Knopfakkordeons spricht zum einen die Größe. Diese Art der Akkordeons sind wesentlich kleiner, was den Transport vereinfacht. Die aufgereihten Tonleiter macht es vor allem Einsteigern einfacher. Während bei Tastenakkordeons immer von den weißen zu schwarzen Tasten gesprungen werden muss, wandern die Finger bei Knopfakkordeons einfach der Reihe nach von Button zu Button.

Bei Knopfakkordeons sind zum anderen größere Tonsprünge einfach, da die Finger lediglich eine Reihe weiter außen beziehungsweise weiter innen greifen müssen. Zudem sind Knopfakkordeons das Mittel der Wahl, wenn vorrangig klassische Musik gespielt werden soll.

Der Umfang mit Knopfakkordeons ist gerade für Leute, die unerfahren mit Akkordeons sind einfacher. Schaut man sich die Zahlen an, fällt allerdings auf, dass heutzutage die moderneren Tastenakkordeons deutlich weiter verbreitet sind.

Fazit

Für Klavierspieler ist die Wahl eines Tastenakkordeons ohnehin offensichtlich, aber wir empfehlen auch anderen Anfänger, ein Pianoakkordeon zu wählen. Heutzutage ist dieser Akkordeon Typ der Standard, sodass es mehr Angebote Lehrer für diese Instrumente gibt, mehr gebrauchte Modelle vorhanden sind und diese Akkordeons auch einfacher wieder verkauft werden können.

Insbesondere mit einem dieser Akkordeons für Einsteiger machen Neulinge sicher nichts verkehrt. Die Anschaffung eines Akkordeons ist immer eine gewisser Investition, aber mit einem qualitativ hochwerten Modelle eines etablierten Herstellers hat man noch viele Jahre und Jahrzehnte etwas davon. Lediglich für Musiker, die vorrangig klassische Musik spielen, sind Knopfakkordeons interessant.


Ähnliche Beiträge