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Akkordeon Preis: Wie viel kostet ein Akkordeon?

Der Preis von Akkordeons varriert. Das von diesem Mann gespielte Akkordeon kostet nicht viel.

Der Preis eines Akkordeons ist ein viel diskutiertes Thema. Häufig treten Leser an uns mit Anliegen wie diesem heran:

“Hallo, ich habe gerade Akkordeon vererbt / geschenkt bekommen / auf dem Dachboden gefunden / auf einem Flohmarkt gekauft. Das Akkordeon ist von Marke XYZ. Könnt ihr mir sagen, wieviel es ungefähr wert ist? Und wo verkaufe ich das Akkordeon am besten?”

Unsere kurze Antwort lautet dann meistens: Nein, nicht wirklich.

Klar, eine grobe Einschätzung können wir abgeben, aber das wäre zu viel Spekulation. Der Wert eines Akkordeon (und damit auch der Akkordeon Preis) hängt von einer Reihe von Faktoren ab:

  • Der Zustand
  • Die Marke
  • Der Größe und Art des Akkordeons

Mit diesen Informationen kann der Wert schon deutlich genauer eingeschätzt werden.

Der Zustand des Akkordeons

Für die allermeisten gebrauchten Akkordeons gilt, dass die Spielbarkeit wichtiger als der “antike” Wert. Das alte Akkordeon, auf dem Großvater in der Kindheit spielte, hat nicht per se einen Wert, weil es alt ist. Einen historischen Wert haben nur richtig alte Modelle vom Anfang des letzten Jahrhunderts – oder noch besser des vorletzten Jahrhunderts.

Ein Akkordeon aus 1829 von Christian Messner (in diesem Jahr wurde das Musikinstrument patentiert) ist auch etwas wert, wenn es unspielbar ist. Selbst äußerlich gut erhaltene, aber unspielbare Akkordeons von 1910 erzielen keine hohen Preise in Auktionen und im Fachhandel.

Bei schlecht gelagerten oder sehr alten Modellen müssen in die Schätzung des Preises die wahrscheinlich anfallenden Reparaturkosten mit einbezogen werden. Ein verschimmelter Balg kann ein Zeichen für besonders teure Reparaturen sein. Möglicherweise sind die Blätter gerostet und müssen ausgetauscht werden.

Nur aus dem Alter kann der Zustand nicht abgeleitet werden. Besonders die modernen Modelle überzeugen durch eine lange Lebensdauer. Werden die Akkordeons gepflegt und richtig gelagert, halten sie locker 20 Jahre Benutzung stand.

Die Marke

Neben des Zustands spielt natürlich auch die Marke beziehungsweise der Hersteller eine wichtige Rolle. Es gibt Hunderte verschiedener Akkordeon Marken. Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass osteuropäische und chinesische Akkordeons (z.B. Hero, Delicia und Parrot) von schlechterer Qualität als deutsche, österreichische und italienische Instrumente sind. (z.B. Hohner, Weltmeister, Scandalli, Pigini, Victoria und Paolo Soprani).

Bei einigen Jahren ist auch das Herstellungsjahr wichtig (sozusagen der “Jahrgang”). Bei einigen Herstellern sind auch ältere Modelle top. Andere Marken haben mit der Zeit immer mehr die Kosten optimiert, was zu schlechteren Qualität führt. Einige Hersteller haben hingegen die Qualität ihrer Akkordeons mit den Jahren gesteigert.

Hohner gehört zu den bekanntesten Marken. Die Preisspanne ist enorm. Von den teuren Akkordeons Hohner Gola und Hohner Morino bis zu den günstigsten Modellen, bei denen es sich meistens um einfache chinesische Instrumente handelt, die einfach umgelabelt waren. Teilweise vertreibt Hohner diese Produkte auch unter anderen Markennamen.

Bekannte Marken für diatonische Akkordeons (mit Knöpfen links und rechts) sind Saltarelle und Castagnari. Die besten Hersteller für Concertinas sind Wheatstone und Lachenal. Bei Bastari, Hohner, Titano und Stagi handelt es sich um gute in Fabriken hergestellten Concertinas. Der Wiederverkaufswert ist geringer als bei den handgemachten Modellen.

Der Größe und Art des Akkordeons

Auch die Art des Akkordeons hat einen großen Einfluss auf den Wert. Diatonische Akkordeons kosten üblicherweise weniger als Tastenakkordeons, wobei größere Pianoakkordeons mehr als kleine Modelle kosten.

Bei Concertinas sieht das ganz anders aus. Obwohl die Instrumente klein sind, bedeutet das nicht, dass sie wenig kosten. eine Wheatstone Concertina kann mehr als ein durchschnittlicher PKW kosten.

Bei einem Pianoakkordeon ist wichtig, über wie viele Tasten beziehungsweise Knöpfe, Register und Stimmplatten das Akkordeon verfügt sowie wie viele Register maximal zugeschaltet werden können.

Ein volles Akkordeon hat 120 Knöpfe mit 6 Reihen von jeweils 20 Stück. Modelle mit mehr Knöpfen wie zum Beispiel das Manual III haben mehr Tasten, was es teurer macht. Diese Art von Akkordeons findet man heutzutage allerdings nur noch selten.

Weiterhin spielt die Anzahl der Register eine wichtige Rolle. Gezählt werden dabei nur die Schalter (auf der rechten Seite des Akkordeons), die verschiedene Beschriftungen (meistens handelt es sich um Punkte) haben. Um das Spielen zu vereinfachen, verfügen nämlich einige Instrumente über gedoppelte Register.

Die Bestimmung der Registeranzahl ist recht einfach: Es muss lediglich der Knopf mit den meisten Punkten gefunden werden. Instrumente mit vielen Registern haben einen höheren Wert. Besonders sind Akkordeons mit Kinn- beziehungsweise Daumen- / Handgelenkregistern teurer.

Akkordeon Preise: Ein paar Zahlen

Neue Akkordeons mit 120 Bässen kosten ungefähr 300€. Gebrauchte, diatonische Modelle gibt es bereits ab 100€ zu haben. Instrumente von einer guten Marke können allerdings auch als Second-Hand-Ware teuer sein.

Für Einsteiger Akkordeons wie Hohner Student 32 müssen ungefähr 300€ auf den Tisch gelegt werden. Gerade im High-End Bereich übertrumpfen sich die Hersteller immer weiter. Die teuersten Serienmodelle liegen deutlich im fünfstelligen Bereich. Wer so eines auf Großvaters Dachboden findet, kann sich sehr glücklich schätzen. Die Chance dafür ist aber sehr gering.


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