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Akkordeon im Flugzeug: Das sollte bei Flugreisen beachtet werden

Mit einem Akkordeon im Flugzeug reisen

Konzerte finden nicht immer in der Nähe statt und das Flugzeug ist heutzutage einfach die schnellste und oftmals die günstigste Möglichkeit, um von A nach B zu kommen. Doch was hat das für Akkordeonspieler zu bedeuten?

Kann man mit einem Akkordeon im Flugzeug fliegen und was gilt es zu beachten?

Außer bei Billigfliegern kann ein Akkordeon, wenn noch genügend Platz in den Gepäckfächern vorhanden ist, in der Kabine des Flugzeugs transportiert werden. Musiker buchen am besten Early Boarding Tickets, sodass sie als erstes das Flugzeug betreten können. Weiterhin kann es zu Problemen bei der Gepäckabgabe, der Sicherheitskontrolle und am Gate kommen. Als Gepäck sollten Akkordeons trotzdem nicht aufgegeben werden, da die Instrumente sehr wahrscheinlich beschädigt würden.

Es gibt zwar einige Bewegungen in die richtige Richtung, aber für viele Akkordeonspieler ist das Fliegen immer noch ein Problem. Aus diesem Grund finden sich in diesem Artikel eine Reihe von Lösungen auf typische Probleme und einige weitere Dinge, die es zu beachten gilt.

#1 Niemals das Akkordeon als Gepäck aufgeben

Die erste Regel ist, dass das Akkordeon nicht als Gepäck eingecheckt werden darf und das auch nicht am Gate. Online finden sich zahlreiche Berichte von beschädigten Instrumenten. Bei dem Umgang so mancher Flughafenmitarbeiter mit den Gepäckstücken sollte dies auch nicht verwundern.

Das Akkordeon muss daher immer als Handgepäck mit ins Flugzeug kommen. Ganz ohne Diskussionen geht das nicht. Im Folgenden finden sich zahlreiche Tipps, die Lösungen für mögliche Problemherde bieten.

#2 Die Tasche

Auch ist die Wahl der richtigen Tasche wichtig. Ein robuster Koffer ist weniger gut geeignet, da dieser nicht als Handgepäck mit ins Flugzeug genommen werden darf. Besser eignen sich Akkordeon RucksäckeAkkordeon Trolleys sind natürlich praktisch, aber die Rollen könnten zum Problem werden. Gerade internationale Airlines lehnen Trolleys mit Rollen öfter mal als Handgepäck ab. In jedem Fall sollte allerdings darauf geachtet werden, dass sich der Griff einfahren lässt.

#3 Non-Stop Flüge und der Flugzeugtyp

Wer mit Instrumenten reist, nutzt am besten größere Fluglinien wie Lufthansa und United. Zudem spielt der Flugzeugtyp eine wichtige Rolle. Je größer das Flugzeug ist, desto mehr Stauraum ist auch für das Kabinengepäck vorhanden. Gerade für Musiker, die in der Gruppe reisen, ist das sehr wichtig.

Im Optimalfall können Non-Stop Flüge gebucht werden. Der mögliche Aufpreis lohnt sich, weil dadurch die Anzahl an Flughafen- und Fluglinienangestellten, die die Mitnahme des Akkordeons abnicken müssen, reduziert wird.

#4 Early Boarding

Early Boarding ist Pflicht für Musiker, die mit Instrumenten reisen. Entweder kann dafür der Aufpreis bezahlt werden, um ein Early Boarding Ticket zu kaufen. Alternativ können Senioren beanspruchen, dass sie mit einem Rollstuhl ins Flugzeug geschoben werden. Die meisten Fluglinien führen diese Dienste unter dem Stichwort „barrierefreies Reisen“.

Das Early Boarding ist praktisch, weil zum einen noch viel Platz für die Instrumente in den Stauräumen in der Flugzeugkabine vorhanden ist. Zum anderen kommt es dann unserer Erfahrung nach seltener zu Problemen am Gate.

#5 Securitycheck

Ab und zu kommt es auch zu Problemen bei der Sicherheitskontrolle. Machmal befürchten die Angestellte der Flughafensicherheit, dass das Akkordeon nicht in das Gerät zum Scannen passt. In diesem Fall sollte das Akkordeon einfach aus der Tasche genommen werden, damit das Instrument per Hand überprüft werden kann.

Es finden sich im Internet Berichte, dass Leute gefragt wurden das Instrument zu öffnen. Wer nicht gerade selbst Instrumentenbauer ist und eine Balgnagelzange dabei hat, kann das aber natürlich nicht tun. Online berichten viele Akkordeonspieler, dass sie den Sicherheitsleuten direkt gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie man das Akkordeon öffnet und dann einfach durchgelassen wurde.

Bei Reisen in Länger, in denen Akkordeons nicht sehr bekannt sind, ist es aber tatsächlich hilfreich Werkzeuge mitzunehmen, um das Instrument auf Nachfrage öffnen zu können. Es gilt natürlich zu beachten, dass auch bestimmtes Werkzeug nicht mit in die Flugzeugkabine genommen werden darf.

#6 Am Gate

Nach Check in, Gepäckabgabe und Sicherheitscheck steht nur noch das Gate als letzte Hürde an. An dieser Stelle kommt häufig der Einwand von den Angestellten der jeweiligen Airline, dass die Tasche zu groß sei und nicht in die Gepäckfächer des Flugzeugs passe.

Für gewöhnlich können allerdings Instrumente bis zur Größe einer Gitarre in der Kabine transportiert werden. An dieser Stelle sollte einfach erwähnt werden, dass extra ein Early-Boarding-Ticket gebucht wurde, damit auch sicher noch genügend Platz in den Gepäckfächern vorhanden sind. Im Übrigen ist in diesen Fächern auch für ein größeres Akkordeon genügend Platz.

Bis auf bei Billigflieger ist es möglich, das Instrument als einziges oder als zusätzliches Handgepäck mitzuführen. Wird das Akkordeon als zusätzliches Handgepäck mitgenommen, muss meistens eine Extragebühr entrichtet werden.

Problematisch wird es, wenn die Leute am Gate sehr diskutierfreudig sind. Kommt ihr dadurch erst als Letzter ins Flugzeug ist in der Tat kein Platz mehr für das Akkordeon vorhanden. Wenn ihr das halbe Gepäckfach freischaufeln müsst und die Mitreisenden bitten müsst, ihre jeweiligen Gepäckstücke woanders zu verstauen, macht ihr euch sicher keine Freunde.

Für Reisende in den Vereinigten Staaten ist die folgende Vorschrift der Flugaufsichtsbehörde FAA wichtig:

“Carriers must allow passengers to stow their small musical instruments in an approved stowage area in the cabin if at the time the passenger boards the aircraft such stowage space is available. Under the rule, musical instruments as carry-on items are treated no differently from other carry-on items and the stowage space should be made available for all carry-on items on a “first come, first served” basis.”


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